Honigernte: So kommt der Honig ins Glas

Wenn im Sommer die Tracht zu Ende geht, beginnt bei uns die arbeitsreichste Zeit des Imkerjahres: die Honigernte. Seit 2013 betreuen wir Bienen im Oberpfälzer Wald, aus drei Völkern wurden inzwischen 28. Heute nehmen wir dich mit durch die Ernte, damit du siehst, wie der Honig aus deinem Glas entsteht.

Wann ist der Honig reif?

Die Bienen sammeln Nektar und tragen ihn in den Stock. Dort entziehen sie ihm Wasser und verschließen die fertigen Waben mit einer dünnen Wachsschicht, dem sogenannten Deckel. Erst wenn der größte Teil der Waben verdeckelt ist, ist der Honig reif. Ein Blick auf den Wassergehalt entscheidet zusätzlich: Ist er zu hoch, kann der Honig später gären. Deshalb ernten wir lieber ein paar Tage später als zu früh.

Von der Wabe zur Schleuder

  1. Honigwaben entnehmen: Wir nehmen die vollen Waben aus den Honigräumen und befreien sie behutsam von den Bienen.
  2. Entdeckeln: Mit einer Entdecklungsgabel oder einem Messer entfernen wir die Wachsdeckel. Das Deckelwachs sammeln wir und verarbeiten es weiter, zum Beispiel zu Salben oder Kerzen.
  3. Schleudern: Die Waben kommen in die Schleuder. Durch die Fliehkraft löst sich der Honig, die Waben bleiben unbeschädigt und können von den Bienen wieder genutzt werden.
  4. Sieben und Ruhen: Der Honig läuft durch ein Sieb, um Wachsteilchen zu entfernen. Danach ruht er einige Tage, damit Luftbläschen aufsteigen.
  5. Rühren und Abfüllen: Je nach Sorte rühren wir den Honig, damit er schön cremig wird, und füllen ihn in Gläser ab, von [kleinen 125-g-Gläsern bis zum 2,5-kg-Eimer].

Unsere Sorten

Je nachdem, was in der Umgebung blüht, schmeckt der Honig jedes Jahr ein wenig anders:

  • Blütenhonig: mild und aromatisch, geerntet aus der Frühtracht
  • Sommertracht: dunkler Sommerblütenhonig kräftig im Geschmack
  • Waldhonig: dunkel und würzig, aus dem Honigtau der Wälder

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